Am Donnerstag den 21. September um 18 Uhr findet in der Raj-Lounge des Vereins Innenhofkultur die Präsentation der Literaturzeitschrift Fidibus statt. An der Seite von Sieglind Demus, Rhonda Lamberty und Elisabeth Hafner, drei Autorinnen, deren Wortkunst ich persönlich sehr schätze, werde ich meinen Text Heimatleuchten präsentieren.
Vom Titel der Ausgabe, Schwalbe, fühlte ich mich sofort in meine Kindheit zurückversetzt. Damals zogen diese quirligen Vögel im freudlosen Surren eines ausgeleierten Folkloretonträgers entsprechenden Inhalts letztendlich niemals heim. Sehr zum Missfallen meines jüngeren Ichs. Heimatleuchten. Eigentlich ein Liebesgedicht auf den Talgraben, dem ich einst entsprungen. Doch dann nimmt die Story Fahrt auf. Sie porträtiert den Untergrund einer Oberflächlichkeit.
Ein kleiner Vorgeschmack:
Ein Sänger mit Schnauzbart brummte einen schwermütigen Volksmusikalbtraum in ein Mikrofon. Er besang die kurzlebige Zeitweiligkeit einer langweiligen Ewigkeit. Sein Gedudel klang wie der bedrückende Abschiedsbrief eines Selbstmörders in Versform. Ein Bratwurst-Senf-Gemisch flatterte unrhythmisch auf seinen ergrauten Bartspitzen und traf krümelweise die Bierkrüge und Weingläser.
Silvano Kobald – Heimatleuchten
Raj bedeutet Paradies. Wird bestimmt paradiesisch.
Nähere Details zur Veranstaltung:

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